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Steinsuppe? – Wie soll die denn bitte schmecken? Dass ein köstliches Essen aus einem Stein werden kann, beweist ausgerechnet ein Wolf, der doch eher dafür bekannt ist, aus anderen eine Mahlzeit zu machen als ihnen eine zu bereiten.
Natürlich haben zunächst alle schrecklich Angst, als der Wolf eines Abends ins Dorf der Tiere kommt. Vor allem die Henne, an deren Tür er klopft und nichts anderes wünscht als eine Feuerstelle zum Aufwärmen mit einem Topf, um darin einen mitgebrachten Stein zu kochen. Die Neugier bei der Henne ist aber größer als das Misstrauen. Und tatsächlich holt der Wolf seinen Stein hervor und beginnt alsbald mit der Zubereitung der Steinsuppe. Da will die Henne nicht unbeteiligt zusehen, zaghaft schlägt sie vor, dass etwas Sellerie der Suppe nicht schaden könnte. Der Wolf ist einverstanden. Auch ihre Nachbarn, das Schwein, das Pferd und die Ente, die zunächst sorgenvoll anklopfen, um nach dem Rechten zu sehen, beteiligen sich schließlich mit Rezeptvorschlägen und bringen ihre Zutaten mit. Der große Schreck ist einer fröhlichen Mahlzeit und einem geselligen Beisammensein gewichen. Aber was hat der Wolf eigentlich vor?
Steinsuppe ist eine hintersinnige Geschichte von den Freuden der Gastfreundschaft und der Geselligkeit. Sie läßt einen schmunzeln über Vorurteile, die nicht immer in Erfüllung gehen müssen. Ein Stein, der in Rotkäppchen den Wolf zur Strecke bringt, wird hier zum Anstoß eines heiteren Festes.
INSZENIERUNG Christian von Treskow////BÜHNE und KOSTÜME Dorien Thomsen////MUSIK Sebastian Weber////DRAMATURGIE Sven Kleine
Pressestimmen
„(…) Die Wuppertaler Bühnen haben mit der „Steinsuppe“ einen Renner gestartet: Christian von Treskow (Regie) stattet nach dem Märchenbuch von Anaïs Vaugelade (Textfassung Sven Kleine) das Stück mit typischen Tierfiguren aus. Dorien Thomsen schafft eine schlichte Dorfkulisse mit niedrigen Türchen und kleine Fenstern. Auch für die fantasievollen und die Tiere sehr treffend charakterisierenden Kostüme und Masken zeichnet sie verantwortlich. Und die Schauspieler-Riege zeigt große Spiellust und Liebe zum Detail in Wort und (Tier-) Bewegung. Immer wieder sind im Text Wortspiele versteckt: Dem Schaf ist immer gleich so „mäh“- lankolisch (…)“ Westdeutsche Zeitung, 29.11.2010, Veronika Pantel
„(…) Christian von Treskow gelingt eine zauberhafte Inszenierung. Den acht Akteuren ist ihre große Spielfreude sichtlich anzumerken. Gekonnt lassen sie Eigenheiten und Macken der Tiere erkennen und beziehen ihr Publikum ins Spiel ein.(…)“ Wuppertaler Rundschau, 01.12.2010, Sabina Bartholomä