Wuppertaler Bühnen - Oper //// Schauspiel

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"In See! - In See für ew'ge Zeiten!" Der Holländer hatte einst vor dem Kap der Guten Hoffnung im Sturm seinen eigenen Fluch in den Wind geschrien: und "sollte er auch bis zum Jüngsten Tag segeln müssen", er lasse vom Kampf gegen den Wind nicht ab. Senta, immer das Bild eines "bleichen Mannes" vor Augen, singt die Ballade über den fliegenden Holländer, und liest sich selbst darin. Sie glaubt, dass sie die darin beschworene Frau sein könnte, die den Holländer davon befreit, auf ewig mit seinem Schiff und seiner Mannschaft auf See zu bleiben. Alle sieben Jahre ist es dem Holländer erlaubt, an Land zu gehen und eine Frau zu suchen, die ihn erlöst, und das bedeutet, ihn den Frieden im Tod finden zu lassen. Senta erfährt also durch die Poesie einer Ballade eine Definition ihres Ichs und ihrer Bestimmung in ihrem aktuellen Leben. Und der Holländer, die einer Ballade entstiegene Figur, hat während seines Umherirrens auf den Meeren seiner Seele ein Sensorium entwickelt, Signale aufzuspüren: Signale einer Frau, die ihn aus dem Gedicht heraus- und damit erlösen wird. Der fliegende Holländer ist also die Geschichte zweier Figuren, einer realen und einer fiktiven, die der Geist einer volkstümlichen Dichtung zusammenführt: der Holländer materialisiert sich aus einer Sage (Liszt beschreibt das so: "das erste Mal tritt gleichsam nur seine Silhouette, dann sein dunkel gefärbtes Bild vor uns hin; beim dritten Male hören wir ihn sprechen und am Ende sehen wir ihn handeln") - Senta materialisiert die Sage und seine Hauptfigur, holt sie aus dem Gedicht heraus. Als Senta die Forderung erfüllt, "treu bis in den Tod zu sein", schreibt sie die Sage zu Ende. Ein durch und durch romantischer Gedanke über das Verhältnis von Dichtung und Wirklichkeit.


Pressestimmen


" (…) Jubel für glänzenden Saison-Auftakt:  DER FLIEGENDE HOLLÄNDER erntete am Sonntagabend viele Bravo-Rufe und minutenlangen Applaus (…)."
"(…) Regisseur Jakob Peters-Messer ließ sich vom Fantasy-Genre inspirieren, um Wagners Oper im Opernhaus in Szene zu setzen. Bariton Kay Stiefermann (Holländer) und Sopranistin Allison Oakes (Senta) meistern ihr Rollen-Debüt ausgezeichnet. Ein ausgefeiltes Lichtdesign und wenige Requisiten (Guido Petzold) lassen der zukunftsweisenden Musik Wagners großen Raum, den auch das Sinfonieorchester unter Hilary Griffiths ausgiebig nutzt (…)."          WZ 20.09.2011, Veronika Pantel 


"(…) Licht-Magie verzaubert und lässt der Fantasie Raum(…)."
"(…) Das war ein Spielzeitauftakt nach Maß! Mit nicht enden wollendem Applaus und Bravo-Rufen für die Protagonisten, das Wuppertaler Sinfonieorchester, die Regie und – völlig, verdient – auch für den großartigen Opernchor feierte das Publikum im Wuppertaler Opernhaus Jakob Peters-Messers Inszenierung von Wagners DER FLIEGENDE HOLLÄNDER. Sie überzeugt auf ganzer Linie. Es gibt keine wogenden Wellen, keine geblähten Segel, keine summenden Spinnräder, keine bürgerliche Wohnstube, nicht mal das legendäre Bild an der Wand gibt es. Letzteres ist ein Quadrat aus Licht, Projektionsfläche für Sentas Sehnsucht und Schwärmerei. Ein gigantisches Lichtobjekt ist das Segel des Holländerschiffs (...)."       RGA 20.09.2011, Anne-Kathrin Reif


"(…) Die Bühne als dunkler offener Raum, eine sechsreihige Scheinwerferbrücke als Bühnenbild, auf dem Boden ein leuchtendes Projektionsfeld, ein paar dicke Segeltaue / mehr braucht es nicht, um Richard Wagners „Fliegenden Holländer“ inszenieren. Nach der Premiere im Opernhaus riss es die Menschen von den Stühlen, um diesem Geschenk mit einhelligem Bravo und Zurufen zu danken. Denn die Fantasie bekam Flügel, lies sich von der hochdramatischen Musik Wagners in ein sinnbetörendes Reich aus Hören, Schauen und Einfühlen davontragen(...)." "(…) Die strenge, choreographisch ausgefeilte Regie der grandiosen Chorszenen lässt unauflösbare Bilder aus Klang und Farbe entstehen, denn das Sinfonieorchester Wuppertal musiziert unter der Leitung von Hilary Griffiths wirklich erstklassig – mit Hingabe, Dynamik und traumhafter Klarheit (...)." "(…) Dieser Saisonauftakt ist vielversprechend (...)!"
Bergische Blätter von Gisela Schmoeckel am 8.10.2011


„(...) Ein gelungenes Regiekonzept mit einem großartigen dritten Aufzug und eine musikalische Darbietung auf hohem Niveau honoriert das Publikum mit lang anhaltendem Applaus und zahlreichen Bravo-Rufen für Allison Oakes, Kay Stiefermann, Christian Sturm, Orchester und Regie (...).“
Operapoint von M.Wasem, November 2011


(...) Hilary Griffiths führt seine Sinfoniker mit Temperament und Gespür für Zwischentöne durch die Partitur, lässt miteinander atmen und aufeinander hören, inspiriertz die Bläser zu innigen Soli und peitscht den Sturm durch die Streicher. Eine mitreißende Präsentation, der man sich nicht entziehen kann und will. Und mit dieser Konzentration auf die lautmalerische Erzählkraft der Musik arbeitet auch die Inszenierung. Gemeinsam mit dem Lichtdesigner Guido Petzold hat Regisseur Jakob Peters-Messer ein Bühnen ambiente konzipiert, das in seiner schwarzweißen Kargheit geniale Wirkung erzielt...Eine Bilderbuch_premiere als Startschuss in die neue Saison (...)." Das Opernglas, B. Kempen, November 2011

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