»Ich trinke niemals... Wein!« Doch im Gegensatz zum Grafen Dracula, der statt Wein einen anderen Saft bevorzugt, gelüstet dem kleinen Vampir Rüdiger von Schlotterstein mit seinen blutjungen 150 Jahren nicht nach Blut; ihm will aber auch nicht der Apfelsaft schmecken, den er sich heimlich von Anton Bohnsack stibitzt. Wie viele seiner Altersgenossen mag der junge Anton dafür unheimlich gerne Vampirgeschichten. Soll nicht heißen, dass er nicht einen riesigen Schreck bekommt, als eines Abends Rüdiger unter seinem Bett auftaucht. Sobald die Furcht der Neugier gewichen, ist dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen zweien, die aus unterschiedlicheren Welten nicht kommen könnten. Allein die verschiedenen Wohngegenden! Während die Bohnsacks ein beschauliches Einfamilienhaus ihr Heim nennen, hat sich die Schlotterstein-Familie im örtlichen Friedhof einquartiert. Wie das eben mit außergewöhnlichen Freundschaften häufig ist – man sollte nicht mit dem Einverständnis der Anverwandten rechnen. So sind also Komplikationen aller Art zu bewältigen und zahlreiche Abenteuer zu meistern: Misstrauische Eltern müssen überlistet werden, und vor heißhungrigen Vampirtanten ist Vorsicht geboten. Doch Anton und Rüdiger gehen gemeinsam durch dick und dünn, ängstlich-neugierig auf die jeweils andere Welt, die auch so manche Verlockung bereithält. Für Anton zum Beispiel in Gestalt von Rüdigers kleiner Vampirschwester Anna. Bei dem fiesen Vampirjäger Geiermeier, seines Zeichens Friedhofswärter, droht allerdings ernste Gefahr eine echte Bewährungsprobe für die beiden Grenzgänger. Vor mehr als dreißig Jahren begann der Siegeszug des Kleinen Vampirs durch die Kinderbücherregale, Kinos und das Fernsehen. Mittlerweile hat er sich zu einem Klassiker gemausert, der aus dem Kinderzimmer nicht mehr wegzudenken ist. Ein unheimlicher Spaß und dabei garantiert unblutig! für die ganze Familie.
Pressestimmen
"(...) In Wuppertal hat Schauspielintendant Christian von Treskow den "kleinen Vampir" nach Angela Sommer-Bodenburg inszeniert...die Schauspieler schaffen eine eigene, überdrehte, comicartige Welt. Sie sprechen schnell, agieren mit großen Gesten, auch die Eltern des jungen Vampirfan Anton sind keinesfalls normal. Treskow verlegt die Geschichte in die 50er Jahre, die Zeit des Rock n Roll. Man trägt Haartolle und Petticoat - und es wird gerockt...Es macht großen Effekt im Kleinen Schauspielhaus, wenn die Bühne plötzlich auseinanderfährt und eine Friedhofslandschaft mit vier Särgen freigibt. Den ausgezeichneten Schauspielern gelingt es, abgedrehte Komik mit viel Herz zu versehen. Am Ende stürmen erst die Schauspieler in Publikum und danach die Kinder auf die Bühne. Es gibt keine Rampe im Kleiner Wuppertaler Haus. "Der kleine Vampir" ist ein Riesenspaß und der beweis, dass Blutsauger adventstauglich geworden sind (...)." Welt am Sonntag, 04.12.2011, Stefan Keim
„(...) Blutsauger treiben zur Zeit ihr Unwesen im Wuppertaler Schauspielhaus, denn Intendant Christian von Treskow hat gekonnt und mit viel Phantasie „Rüdiger, der kleine Vampir“ auf die Bühne gebracht. Das Stück stammt aus der Feder von Angela Sommer-Bodenburg und hat in dieser Inszenierung und Dank des ungemein engagierten und enorm spielfreudigen Schauspielensembles das Zeug, zu einem echten Kultstück nicht nur in der Vorweihnachtszeit zu werden.“
„90 spannende, komische und witzige Minuten, untermalt mit Musik und fetzigen Songs, die man sich einfach nicht entgehen lassen sollte, sonst hat man viel versäumt (...).“
Wuppertaler Rundschau, 7.12.2011, Sabina Bartholomä