Die bekanntesten Künstler des frühen 20. Jahrhunderts präsentierten sich im Sturm, der Galerie und der Zeitschrift Herwarth Waldens, des Ehemanns von Else Lasker-Schüler: Kokoschka, Kandinsky, Macke, Marc, Delaunay, Chagall, sowie Schlemmer, Baumeister, Moholy-Nagy, die Dichter Alfred Döblin, Theodor Däubler und August Stramm und die Komponisten Schönberg, Schreyer und Walden selbst. Zeitschrift und Galerie waren nicht nur das geistige Zentrum Berlins, sie waren für rund 20 Jahre die künstlerische Mitte Europas. Im Rahmen der Ausstellung Der Sturm - Zentrum der Avantgarde im von-der-Heydt-Museum ab 13.3.2012 zeigen die Wuppertaler Bühnen im Kleinen Schauspielhaus ein Bühnenwerk von Lothar Schreyer (1886 – 1966). Schreyer war Maler, Schriftsteller und Dramaturg, von 1916-1928 Mitarbeiter bei Herwarth Waldens Zeitschrift "Der Sturm" und 1917 Begründer der "Sturmbühne". Er leitete am Bauhaus in Weimar die Bühnenklasse und die Kunstschule "Der Weg" in Berlin und Dresden. Seine frühen Werke sind Ausdruck eines kultisch religiösen Expressionismus. Das aufgeführte Werk („Mann“) ist in der rekonstruierten Fassung unter der Leitung des Komponisten und Dirigenten Juan Allende-Blin zu sehen, der Schreyer noch persönlich kannte. Es ist ein Werk für zwei große Maskenfiguren, einem Sänger, einer Sängerin und einem Schlagzeuger.
Gefördert im Rahmen von Fonds Neues Musiktheater 2012
Gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen