Wuppertaler Bühnen - Oper //// Schauspiel

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Lutz und Juliane kommen nach dem Urlaub nach Hause. Doch seltsam – der Strom ist abgeschaltet und in der Küche steht eine unbekannte Topfpflanze. Dann tauchen Holger und Sophie auf, die sich während Lutz‘ und Julianes Abwesenheit eigentlich um die Wohnung kümmern sollten, sich aber auf einmal benehmen, als ob sie dort zu Hause wären. Lutz und Juliane werden von ihnen kurzerhand hinauskomplimentiert, kommen jedoch schon bald als Au-pair-Mädchen und achtjähriger Sohn von Holger und Sophie zurück. Ab da wird’s bizarr, die Realitäten und Identitäten wechseln in schneller Folge: Lutz wird zum Nazi und Skifahrer, bevor er sich von Holger verführen lässt, der zum schwulen Elch mutiert ist; Sophie gibt den Wikinger mit flackernden Synapsen, und Juliane taucht als isländischer Vulkan Snaeffellsjökull auf, bevor sie als fremdländische Putzkraft geschwächt ihren Geist aushaucht. Lutz fühlt sich verfolgt und blickt als erster hinter die Matrix, Holger baut die Wohnung ab und Juliane vermisst den Regisseur. Ach ja – und wo steckt eigentlich die Katze?


Perplex entpuppt sich als rasante Komödie, die jedoch niemals auf Nummer sicher geht. Ständig wird die Erwartung des Zuschauers durch neue Wendungen unterlaufen, und die Bühnenrealität erweist sich als derart brüchig, dass sie sich zu guter Letzt selbst auflöst. Das Theater verschwindet.


Pressestimmen

„ (…) Die Schauspieler spielen sich selbst, sie heißen im Stück so, wie sie heißen… wir reiben uns die Augen – war das gerade Theater oder Wirklichkeit? Virtuoses Spiel war es auf jeden Fall, dazu bewundernswerte, urkomische Verwandlungskunst, Mimik, Sprache und einfach ein Genuss… Sophie Basse, Juliane Pempelfort, Holger Kraft und Lutz Wessel spielen sich mit Inbrunst ihre wechselnden Verwechslungen im schnellsten Tempo – Nonsens pur. Unter all dem Lachen blitzt manchmal die alte Frage auf: Ist das Leben ein Traum, eine Gaukelei, ein „Flackern“ der Synapsen, oder ist das Theater das Leben? Wer zieht die Fäden, wer macht den ganzen Unsinn? Erschöpft und glücklich schauen sich zum Schluss die Theatermacher und –Besucher an.“
Bergische Blätter, Gisela Schmoeckel, 02.06.2012


„ (...) Es geht also um den Zweifel, den Zweifel an der Realität selbst, den Zweifel in menschlichen Beziehungen und auch den Zweifel an einem politischen System, das diese kleine Bühne im nächsten Jahr vernichten wird. Keinen Zweifel gibt es an der Spielfreudigkeit des Wuppertaler Ensembles, das diese rasante Komödie, die eigentlich keine ist, auf die Bühne bringt (...) .“
engels, Peter Ortmann, 06.2012

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