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Dass Reichtum nicht glücklich macht, ist ein fader Allgemeinplatz - und schwacher Trost für die Mittellosen; dass viel Geld auch der Allgemeinheit gegenüber verpflichtet, eine oft beschworene Handlungsmoral für die Meisten aber leider nicht bindend. Was würden Sie machen, wenn Sie morgens aufwachten und überraschend Erbe von einer Billion Dollar wären, ohne vorher von dem Vermögen gewusst zu haben? Würden Sie einfach reich sein wollen, oder würden Sie versuchen, mit Ihrem Reichtum die Welt zu verändern? Und wenn letzteres, wie würden Sie das anstellen? Seinem Roman Eine Billion Dollar legt der Bestsellerautor Andreas Eschbach ein faszinierendes Gedankenspiel mit der Erbschaft eines phantastischen Vermögens zugrunde, das den New Yorker Gelegenheitsjobber John Fontanelli mit einem Schlag zum reichsten Mann der Welt macht. Ein Erbe, ausgezahlt nach 500 Jahren, das Johns Vorfahre Giacomo Fontanelli mit dem prophetischen Vermächtnis hinterließ, es werde das von ihm angelegte und seitdem durch Zinsen ins Unermessliche angewachsene Kapital von seinem Nachkommen zum Wohle der Menschheit genutzt. Eine Billion Dollar ist Synthese aus Entwicklungsroman und Thriller. Es spielt mit dem utopischen Vorhaben, der Welt wieder eine Zukunft zu geben, trotz allem Pessimismus und gegen Bevölkerungsexplosion, Klimaveränderung, Ressourcenmangel, Armut, Hunger. Es bürdet diese Verantwortung einem scheinbar völlig ungeeigneten Menschen auf, um ihn an der Überaufgabe wachsen zu lassen. Der Berliner Autor und Übersetzer Thomas Melle widmet sich der Dramatisierung.
KRITIKEN
Bergische Morgenpost, 22.10.09, Christian Peiseler
"...auf der Bühne im neu gestalteten Foyer des Wuppertaler Schauspielhauses geht es ums Ganze: um die Rettung der Welt. (...) Christian von Treskow lässt mit dem neu zusammengestellten Ensemble ganze Passagen chorisch sprechen, Rivalen verkeilen sich am Barren, mit ein paar schnellverrückten Bänken schafft die Inszenierung leicht den Szenenwechsel in neue Welten."
Wuppertaler Rundschau, 30.09.09, Stefan Seitz
"Christian von Treskow hat diesen Stoff mit einem zwölfköpfigen Ensemble zu einer Starken, schnellen, intensiven, oft lauten und fast immer authentischen Show inszeniert, die kaum eine Atempause lässt. So rasant, wie sich die Zinsen einer Billion Dollar entwickeln, stürzt Eine Billion Dollar vorwärts. (...) Zu sehen ist ein ungeheuer geschlossenes Ensemble: In intensiven Gruppenchoreographien, in immer wieder hervorstechenden Einzelleistungen, in der Konfrontation mit gewaltigen, kaskadenartigen Textmengen, ja sogar sportlichen Einsatz am Barren, der (geniale Idee) immer wieder die Bühne dominiert. (...) Da schläft niemand ein, da döst keiner weg, das lässt keinen kalt. Ein starkes Stück.“
Westdeutsche Zeitung, 28.09.09, Martina Thöne
"Gelungener Auftakt (...) Christian von Treskow bringt Eine Billion Dollar als Uraufführung auf die Bühne. (...) Der Auftakt war mutig – und gelungen. Wenn der reichliche Beifall Zinsen bringt, hat die neue Spielstätte eine gute Zukunft vor sich."
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