Die Wuppertaler Bühnen, die Armin-T.-Wegner-Gesellschaft und die Stiftung W. präsentieren Ihnen eine Veranstaltungsreihe zum Gedenken an Albert Camus, den vor 50 Jahren bei einem Autounfall viel zu früh ums Leben gekommenen Schriftsteller, Philosophen, Stückeschreiber, Essayisten und Aktivisten, der 1957 für sein Gesamtwerk mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Obwohl Camus’ Tod ein halbes Jahrhundert zurückliegt und obwohl in diese Zeit das praktische Scheitern der großen gesellschaftlichen Utopien fällt, aus welchen er große Teile seines Werkes motiviert hat, steht seine Philosophie des Absurden heute von historischen Entwicklungen unberührt für alle Menschen als politisches Denkangebot da.
Man muss kein Philosoph sein, um zu erkennen, dass das Prinzip der permanenten Revolte gegen die Umklammerung des Realen für uns in der heutigen Situation neue Aktualität gewonnen hat. Das Besondere an Camus ist, dass die Botschaft, die er uns übermittelt, so einfach wie universell ist: Wir dürfen uns mit unserer Situation niemals abfinden, uns nicht in unser Schicksal fügen, sondern in jedem Augenblick mit lustvoller und trotziger Selbstbehauptung neue Denkwege und Ideen für eine menschenwürdige Gestaltung unserer Zukunft finden.
Diese Fähigkeit zum kreativen Widerstand ist auf allen Ebenen gesellschaftlichen Diskurses eine wichtige und wünschenswerte Eigenschaft. Insofern könnte dieses kleine Festival einen Beitrag zur Neubewertung der Camus’schen Philosophie leisten und uns Wege aufzeigen, mit den krisenhaften Zuspitzungen umzugehen, die uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten begleiten werden.
VERANSTALTUNGSORTE:
Kleines Schauspielhaus
Citykirche Elberfeld
»ort« (Luisenstraße 116, Elberfeld)