Nathan der Weise

Nathan der Weise

Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen
von Gotthold Ephraim Lessing
Entfällt wegen Erkrankung!: So. 23. April 2017, 18:00 Uhr, Theater am Engelsgarten

 

Ein junger Tempelherr hat Recha, die Tochter des reichen Juden Nathan, aus dem brennenden Haus gerettet. Sie glaubt an einen Engel, doch Nathan Vermutet in dem Retter den einzigen Tempelherrn derStadt, begnadigt von Sultan Saladin, weil er seinem verschollenen Bruder ähnlich sieht. Der Tempelherr wehrt sich gegen seine beginnende Liebe zu Recha. Daja, die Gesellschafterin, verrät dem Tempelherrn, dass Recha in Wahrheit ein christliches Waisenkind ist. Sie sind ein Geschwisterpaar. Ein Märchen? Damals wie heute prallen weltweit religiöse Wirklichkeitsentwurfe und Weltbilder unvereinbar aufeinander, entladen sich in Terror und Gewalt, wenn die Menschen reduziert werden auf Religionen. Welcher ist der wahre Gott? Welche ist die wahre Religion? Lessings Aufklärungsdrama aus dem Jahr 1779 ist ein Märchen mit Happy End und ein Plädoyer für Humanität und religiöse Toleranz und Gleichberechtigung: Nur die wahre Menschlichkeit zählt.

 

GOTTHOLD EPHRAIM LESSING
1729 in Kamenz/Oberlausitz geboren. Er studierte Medizin und Theologie in Leipzig. 1767 erhielt er eine Anstellung als Dramaturg und Kritiker am Deutschen Nationaltheater Hamburg, 1770 eine Stelle als Bibliothekar in Wolfenbüttel. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören neben Gedichten, Fabeln, ästhetischen, theologiekritischen und philosophischen Schriften, die Theaterstücke ›Miss Sara Sampson‹ (1755), ›Minna von Barnhelm‹ (1767), ›Emilia Galotti‹ (1772) und ›Nathan der Weise‹ (1779). Lessing starb 1781 in Braunschweig.

 

Aufführungsdauer ca. 3 Stunden, 15 Minuten, eine Pause

Besetzung

Carolin Mittler
Ausstattung

Johannes Winde
Musikalische Leitung

Tim Wittkop
Regieassistenz

Thomas Braus
Sultan Saladin

Philippine Pachl
Sittah, dessen Schwester

Stefan Walz
Nathan, ein reicher Jude in Jerusalem

Lena Vogt
Recha, dessen angenommene Tochter

Julia Reznik
Daja, eine Christin

Lukas Mundas
Ein junger Tempelherr

Miko Greza
Ein Derwisch / Ein Klosterbruder

Alexander Peiler
Der Patriarch von Jerusalem

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