Johannes Pell

Johannes Pell

Der junge österreichische Dirigent Johannes Pell wurde 1982 in Linz geboren. Nach der Mitgliedschaft bei den Florianer Sängerknaben, einem Klavierstudium von 1994-1999  bei Prof. Horst Matthaeus am Bruckner-Konservatorium Linz, setzte er von 1999-2005 das Klavierstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Stefan Vladar fort. Parallel dazu studierte er von 2003 bis 2005 Chordirigieren am Mozarteum Salzburg bei Prof. Karl Kamper.

Von Herbst 2005 an begann er am Konservatorium der Stadt Wien bei Prof. Georg Mark dirigieren zu studieren. Gleichzeitig wirkte er als Korrepetitor und Assistent u.a. am Theater an der Wien, bei der Oper Klosterneuburg, dem Opernfestival Jennersdorf, der Wiener Singakademie, dem Salzburger Bachchor und dem Wiener Jeunesse Orchester. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Bertrand de Billy, Marc Minkowski, Ivor Bolton, Adam Fischer, Philippe Jordan und Andres Orosco Estrada zusammen.

Nach seinem Dirigierdiplom im Jahr 2009 wurde er sofort ans Theater Erfurt als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung engagiert und leitete bereits in seinem ersten Jahr an diesem Haus zahlreiche Operetten und Musicals wie z.B. ›Die Csardasfürstin‹, ›Im weißen Rössel‹, ›Die Bremer Stadtmusikanten‹ und ›My fair Lady‹. Ab der Saison 2010/11 war Johannes Pell am Erfurter Haus als 2. Kapellmeister tätig. Seine erste große Operneinstudierung war Puccinis ›La Boheme‹. Seit der Zeit dirigierte er dort u.a. ›Die Fledermaus‹ die Wiederentdeckung von Albert Diedrich’s Oper ›Robin Hood‹, ›Nabucco‹, ›Orpheus in der Unterwelt‹, ›Der Freischütz‹ und ›Hänsel und Gretel‹. Seine Einstudierung von Tschaikowsky’s ›Die Zauberin‹ in der Inszenierung von Tatjana Gürbaca zum Ende der Saison 2011/12 wurde für die Produktion und den Dirigenten zum außerordentlichen Erfolg und erhielt ein ungeteiltes Echo bei Presse und Publikum.

Seit August 2010 war er regelmäßiger Gastdirigent beim Leipziger Symphonieorchester und ab Januar 2012 betreute Johannes Pell am Theater Bern/Schweiz die Produktion von ›Orpheus in der Unterwelt‹.

2011 erfolgte eine Nominierung zum ›Nachwuchskünstler des Jahres‹ in der Zeitschrift ›Opernwelt‹, und Deutschlandradio Berlin ernannte ihn 2011 zum Nachwuchsdirigenten des Jahres.

Johannes Pells größte Erfolge in Erfurt waren die musikalische Einstudierung von ›Gräfin Mariza‹ im Dezember 2012, die zu einem überwältigenden Medienecho führte, und die deutsche Erstaufführung von ›Die Schatzinsel‹ von Frank Schwemmer.

Im Sommer 2013 dirigierte Johannes Pell bei den Schlossfestspielen in Schwerin ›Die Fledermaus‹ sowie vorher das gleiche Werk am Mainfrankentheater in Würzburg.

Ab der Saison 2013/14 war Johannes Pell 1. Kapellmeister an der Oper Bonn und leitete dort die Premieren-Produktion der Erfolgsoper ›Pinocchio‹ von Jonathan Dove sowie ›Aida‹, ›Die Zauberflöte‹, ›Tosca‹ und ›Hänsel und Gretel‹. An der Volksoper Wien debütierte er im März 2014 ebenfalls mit ›Die Fledermaus‹ und dirigierte dort in der Saison 2014/15 zahlreiche Abende von u.a. ›Gräfin Mariza‹ und ›Die Fledermaus‹. In der Saison 2014/15 debütierte Johannes Pell an der Oper Leipzig und leitete die Neuprododuktion ›Alladin und die Wunderlampe‹ (große abendfüllende Oper) von Nino Rota und dirigierte dabei das legendäre Leipziger Gewandhausorchester. Ebenfalls debütierte Johannes Pell im März 2015 beim Brucknerorchester in Linz, an der Oper Graz mit ›Tosca‹ sowie am Opernhaus Wuppertal mit ›Salome‹. In der Saison 2015/16 dirigierte Johannes Pell an der Wiener Volksoper die Wiederaufnahmen von ›Die lustige Witwe‹ und Aufführungen von ›Die Fledermaus‹, ›Madame Pompadour‹ in Bremerhaven, ›Tosca‹ in St. Gallen und leitete Sinfoniekonzerte in Erfurt, Leipzig und Bonn. Seit der Saison 2016/17 ist Johannes Pell 1. Kapellmeister an den Wuppertaler Bühnen.

 

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